5-Satz-Partie mit Hans Kirchknopf
1. Im Brotberuf bist du als Manager bei einem großen Baukonzern erfolgreich. Welche Skills aus deiner beruflichen Tätigkeit kannst du besonders gut in deine Funktion beim NÖTV einbringen?
Hans Kirchknopf: Ich habe sehr viel mit Menschen zu tun, mit verschiedenen Kulturen. Und dieses Zwischenmenschliche ist halt bei größeren Konzernen das Um und Auf, da bin ich mitten drinnen. Das ist eine Sache, die ich hier einbringen kann. Die zweite: Als privatwirtschaftliches Unternehmen leben wir naturgemäß davon, dass wir erfolgreich sind und Geld verdienen. Und als NÖTV-Kassier schaue ich natürlich ebenfalls, dass die Bilanzen stimmen …
2. Wie ist der Niederösterreichische Tennisverband finanziell aufgestellt?
Ich bin sehr froh, dass er sehr gut aufgestellt ist und alles sehr solide aufgebaut wurde, ein guter Grundstock vorhanden ist. Die Systeme sind transparent und man merkt, dass da wirklich Know-how drinnen steckt. Ich habe eine gute Grundlage und ein sicheres Fundament vorgefunden.
3. Was sind die größten Ausgaben und wo nimmt man Geld ein?
Die wichtigsten Einnahmensäulen sind die Mitgliedsbeiträge der Vereine und die nicht unerhebliche Förderung durch das Land Niederösterreich. Was die Ausgaben betrifft, investieren wir viel in den Jugendbereich, z.B. im Rahmen unserer NÖTV-Leistungszentren, und in die Erhaltung von Infrastruktur. Dazu unterstützen wir eine ganze Vielfalt an Projekten, aktuell jetzt etwa auch im Rollstuhltennis.
4. Naturgemäß sind für die gesunde Finanzstruktur auch Sponsoren wichtig. Warum ist man als Partner beim NÖTV gut aufgehoben?
Ok, da ist jetzt der Marketingmanager angesprochen (lacht). Ich glaube, dass der NÖTV ein sehr gutes Image pflegt. Auch, weil wir über die Jahrzehnte immer wieder ausgezeichnete Spielerinnen und Spieler herausbringen und eben eine gute Infrastruktur stellen können. Dazu ist Tennis allgemein wieder im Aufwind und nach harten Jahren wieder in einer „Boom-Phase“. Dass wir mit einer Community, welche sich aus rund 40.000 Menschen allen Altersklassen zusammensetzt, aufwarten können, rundet das attraktive Package aus meiner Sicht noch weiter ab!
5. Die Kombination aus Hauptamt und Ehrenamt ist wahrscheinlich nicht immer ganz easy zu handeln. Wie viel Zeit bleibt da überhaupt noch, um selber Tennis zu spielen?
Tennis ist und bleibt für mich der wichtigste Ausgleichssport, den ich meist am Wochenende betreibe und das möchte ich auch weiterhin so halten. Mittlerweile kommt aber immer wieder die eine oder andere Stunde dazu, in der ich Tennis mit Networking verbinde – immer öfter auch für den NÖTV.
Interview von www.fritzhutter.com